Wohnungsnotfallhilfe und Existenzsicherung
Hunger, Durst und Obdachlosigkeit sind die wohl prekärsten Formen von Armut! Obdachlose Menschen sind jedem Wetter ausgeliefert, haben keine Privatssphäre und besitzen nur Dinge, die sie bei sich tragen können. Diese Menschen können sich selten Mahlzeiten zubereiten, haben zu wenig Gelegenheiten ihre hygienischen Grundbedürfnisse zu befriedigen und sind regelmäßig gesellschaftlicher Ausgrenzung und gelegentlich auch körperlicher Gewalt ausgesetzt. Der ständige Mangel, den obdachlose Menschen erleben, macht sie häufiger krank als andere und lässt manche von Ihnen vorzeitig altern. Ohne Wohnung einer Erwerbsarbeit nachzugehen, ist nahezu unmöglich.
Nicht jeder wohnungslose Mensch ist gleichzeitig obdachlos.
Die betroffenen Personen versuchen oft noch bei Familien, Freunden und Bekannten unterzukommen oder leben in anderen ungesicherten Wohnverhältnissen. Im Land Berlin leben deutlich über 6.000 wohnungslose Menschen. Diese Zahl umfasst nur Personen, die als solche registriert sind. In Wirklichkeit sind es vermutlich deutlich mehr. Die Wohlfahrtsverbände gehen sogar von nahezu 10.000 Menschen aus.
Im Winter 2009/2010 haben in Berlin bei Temperaturen von weit unter - 10° täglich weit über 400 Personen Notübernachtungen, Nachtcafes und sogar U-Bahnhöfe aufgesucht. Eine ganze Reihe dieser Menschen haben völlig resigniert und sind nicht in der Lage, sich selbst aus dieser Notlage zu befreien.
In einer solidarischen Gesellschaft muss diesen Menschen geholfen werden. Das verlangt nicht nur die Interpretation der "Menschenwürde" in unserem Grundgesetz, sondern auch unser christliches und humanistisches Selbstverständnis . Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wohnungslosen Menschen zu helfen. Die GEBEWO - Soziale Dienste - hat verschiedene Einrichtung und Dienste geschaffen, um diesen Menschen geeignete Hilfe zu ermöglichen.
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