Eingliederungshilfe
Alkohol ist dein Sanitäter in der Not
Alkohol ist dein Fallschirm und dein Rettungsboot
Alkohol ist das Drahtseil, auf dem du stehst
Alkohol ist das Schiff, mit dem du untergehst (Herbert Grönemeyer)
Regelmäßiger Alkoholkonsum gehören in allen Gesellschaftsbereichen vor allem zum selbstverständlichen Rahmen geselligen Zusammenseins. Verschiedene Veranstaltungen wie z. B. Oktoberfeste, Bundesligafußballspiele u. ä. sind für viele Menschen ohne Alkoholgenuss nahzu undenkbar. Mäßiger Alkoholgenuss lockert die meisten Menschen auf und senkt deren soziale Hemmschwellen. Die soziale Kontaktaufnahme und die Kommunikation erscheinen unbeschwerter und unterhaltsamer. Regelmäßiger und übermäßiger Alkoholkonsum können jedoch nicht nur die körperliche Reaktionsfähigkeit (wie z. B. die Fahrtauglichkeit), sondern auch das persönliche Urteilsvermögen und die individulle Leistungsfähigkeit nicht nur vorübergehend stark herabsetzen.
Sucht ist der umgangssprachliche Begriff für verschiedene medizinisch-psychologische Krankheitsbilder, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Krankheit anerkannt sind und nicht von heute auf morgen geheilt oder überwunden werden können. Die Behandlung dieser Krankheit fällt seit 1978 in die Zuständigkeit der Krankenkassen und der Rentenversicherung.
Im Jahre 2009 konsumierten 9,5 Mio. Menschen Alkohol in riskanter Form. Etwa 1,3 Mio. Menschen gelten als alkoholabhängig. Jedes Jahr sterben in Deutschland mindestens 73.000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums (Quelle: DHS Jahrbuch).
Treffen soziale Probleme und regelmäßiger Alkoholkonsum aufeinander, können sie sich gegenseitig erheblich verstärken, ohne das der Betroffene sich dessen bewußt werden muss.
Menschen, die sich aufgrund z. B. langwährender Arbeitslosigkeit und fehlender sozialer Kontakte nicht mehr als nützlicher Teil einer Gemeinschaft begreifen, versuchen den damit einhergehenden Verlust des Selbtwertgefühls, der Perspketivlosigkeit und den täglichen Frust nicht selten mit übermäßigem Alkoholkonsum zu kompensieren. Der Alkoholkonsum dämpft in diesen Fällen vorhandene Ängste und Sorgen und vermittelt ein trügerisches Gefühl von Entspanntheit oder Sorglosigkeit. Der sinnentleerte Alltag vergeht scheinbar schneller, die vorhanden Probleme werden nicht so intensiv als Last empfunden. Dabei entsteht ein gefährlicher Teufelskreis, der diese Menschen zunächst in eine psychische und dann in eine schwere körperliche Abhängikeit treiben kann.
Die GEBEWO - Soziale Dienste - hat es sich seit 1999 zur Aufgabe gemacht, den spezifischen Bedürfnissen, Erfahrungen und Lebenswelten suchtkranker Männer gerecht zu werden, die es in der Vergangenheit wiederholt nicht geschafft haben, ohne übermäßigen Alkoholkonsum zu leben. Diese Zielgruppe ist in der Regel wohnungslos, langzeitarbeitslos, überschuldet und hat keine funktionierenden sozialen Kontakte mehr. Der langjährige Alkoholkonsum verursacht zudem in vielen Fällen verschiedene Alkoholfolgeerkrankungen.
Die Versorgung dieser chronisch suchtkranken, nicht abstinenzfähigen Männer bedarf einer akzeptierenden und besonders ressourcenorientierten Sichtweise.
Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten Haus Langhans, TWG Langhans 41, Haus Schöneweide und Brückeladen.
